- Ausgabe: 29
- Jahr: 2002
- Disziplin: Marathon
- Distanz: 42,195
- Land: Deutschland
- Stadt: Berlin
- Besitzer: Wilfried Köhnke
- Event URL: https://www.bmw-berlin-marathon.com/
Der 29. Berlin-Marathon fand am 29. September 2002 bei sonnigem Herbstwetter statt und bestätigte eindrucksvoll seine Stellung als eine der bedeutendsten Laufveranstaltungen der Welt. Mit rund 27.000 Finishern und Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehr als 100 Nationen setzte der Berliner Klassiker seinen Wachstumskurs fort und zog sowohl internationale Spitzenathleten als auch tausende Hobbyläufer an.
Die traditionsreiche Marathonstrecke über 42,195 Kilometer führte erneut durch das Zentrum und die westlichen Stadtteile Berlins. Der flache Rundkurs galt weiterhin als besonders schnell und rekordfreundlich. Hunderttausende Zuschauer säumten die Straßen, sorgten mit Musik, Fahnen und lautstarker Unterstützung für eine begeisternde Atmosphäre und machten den Zieleinlauf auf der Straße des 17. Juni zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Berlin-Marathon entwickelte sich in diesen Jahren endgültig zu einem globalen Laufereignis mit Festivalcharakter.
Sportlich stand das Rennen ganz im Zeichen äthiopischer Stärke. Im Männerfeld setzte sich Getaneh Tessema Wami aus Äthiopien in einem taktisch geprägten Rennen durch und gewann in 2:08:09 Stunden seinen zweiten Berlin-Sieg nach 2001. Besonders in der Schlussphase zeigte Wami seine Klasse und distanzierte seine Konkurrenten entscheidend. Auf den weiteren Plätzen folgten die Kenianer Paul Tergat und Felix Limo, die ebenfalls starke Leistungen boten.
Auch das Frauenrennen bot hochklassigen Laufsport. Fatuma Roba aus Äthiopien triumphierte in beeindruckenden 2:23:43 Stunden und feierte damit ihren dritten Sieg beim Berlin-Marathon. Die Olympiasiegerin überzeugte mit einem kontrollierten und souveränen Rennen. Hinter ihr belegten ihre Landsfrauen Derartu Tulu und Liben Gebremariam die weiteren Spitzenplätze und unterstrichen die Dominanz äthiopischer Läuferinnen in dieser Zeit.
Ergebnisse Marathon Männer (42,195 km)
1. Getaneh Tessema Wami (Äthiopien) – 2:08:09 Std.
2. Paul Tergat (Kenia) – 2:08:36 Std.
3. Felix Limo (Kenia) – 2:09:47 Std.
Ergebnisse Marathon Frauen (42,195 km)
1. Fatuma Roba (Äthiopien) – 2:23:43 Std.
2. Derartu Tulu (Äthiopien) – 2:24:37 Std.
3. Liben Gebremariam (Äthiopien) – 2:26:51 Std.
Zum traditionellen Programm gehörten neben dem Hauptlauf auch die Rollstuhlrennen über 42,195 Kilometer, die den inklusiven Charakter und die internationale Bedeutung des Berlin-Marathons unterstrichen.
Im Zielbereich herrschte ausgelassene Stimmung. Musik, Jubel und emotionale Szenen prägten den Abschluss eines sportlich hochklassigen Tages. Der Berlin-Marathon 2002 blieb besonders wegen der äthiopischen Dominanz und seiner beeindruckenden Teilnehmerzahlen in Erinnerung.
Zusätzliche interessante Fakten zum Berlin-Marathon 2002:
- Zweiter Berlin-Sieg für Getaneh Wami: Der Äthiopier gewann nach seinem Erfolg von 2001 erneut den Berlin-Marathon und etablierte sich als einer der stärksten Marathonläufer seiner Generation.
- Fatuma Robas Siegesserie: Mit ihrem dritten Berlin-Erfolg bestätigte Roba ihren Status als eine der erfolgreichsten Läuferinnen der Veranstaltungsgeschichte.
- Internationale Laufmetropole: Teilnehmer aus über 100 Nationen machten den Berlin-Marathon erneut zu einem der internationalsten Rennen weltweit.
- Schneller Weltklassekurs: Die Berliner Strecke galt Anfang der 2000er Jahre endgültig als bevorzugter Austragungsort für Spitzenzeiten und Rekordversuche.
- Marathonboom in Deutschland: Der Berlin-Marathon profitierte vom starken Laufboom jener Jahre und gehörte zu den größten City-Marathons weltweit.
