- Ausgabe: 25
- Jahr: 1998
- Disziplin: Marathon
- Distanz: 42,195
- Land: Deutschland
- Stadt: Berlin
- Besitzer: Wilfried Köhnke
- Event URL: https://www.bmw-berlin-marathon.com/
Der 25. Berlin-Marathon am 20. September 1998 war ein besonderes Kapitel der Berliner Laufgeschichte. Die Jubiläumsausgabe lockte bei sonnigem Frühherbstwetter und nahezu perfekten Laufbedingungen erneut die internationale Laufelite sowie Tausende Hobbyläufer in die Hauptstadt. Mit mehr als 12.000 Finishern aus über 100 Nationen bestätigte der Berlin-Marathon seinen Ruf als eines der bedeutendsten Straßenrennen der Welt.
Die traditionsreiche Strecke führte erneut durch das Herz Berlins und verband sportliche Herausforderung mit den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Vom Bereich des Reichstags ging es über breite Berliner Straßen und durch den Grunewald, vorbei an jubelnden Zuschauerreihen und schließlich zum emotionalen Höhepunkt am Brandenburger Tor. Das Ziel auf der Straße des 17. Juni bot einmal mehr eine eindrucksvolle Kulisse aus Begeisterung, Musik und internationalem Flair.
Sportlich schrieb der Berlin-Marathon 1998 Geschichte. Im Mittelpunkt stand der Brasilianer Ronaldo da Costa, der ein Rennen für die Ewigkeit lief. Mit mutigem Tempo und beeindruckender Ausdauer setzte er sich früh von der Konkurrenz ab und erreichte das Ziel in einer sensationellen Weltrekordzeit von 2:06:05 Stunden. Damit verbesserte er den damaligen Weltrekord deutlich und machte Berlin endgültig zur Rekordstrecke des internationalen Marathonsports.
Auch das Frauenrennen bot hochklassigen Sport. Marleen Renders aus Belgien überzeugte mit einem starken und konstanten Lauf und sicherte sich den Sieg vor internationaler Konkurrenz.
Ergebnisse Marathon Männer (42,195 km)
1. Ronaldo da Costa (Brasilien) – 2:06:05 Std. – Weltrekord
2. Josephat Kiprono (Kenia) – 2:07:21 Std.
3. Samson Kandie (Kenia) – 2:09:11 Std.
Ergebnisse Marathon Frauen (42,195 km)
1. Marleen Renders (Belgien) – 2:25:22 Std.
2. Madina Biktagirova (Russland) – 2:26:58 Std.
3. Aurélie Faulet (Frankreich) – 2:28:23 Std.
Entlang der Strecke herrschte den gesamten Tag über ausgelassene Stimmung. Zuschauer mit Fahnen, Trommlergruppen und Musik sorgten für eine mitreißende Atmosphäre, die viele Athleten zusätzlich motivierte. Besonders spektakulär blieb der Zieleinlauf von Ronaldo da Costa in Erinnerung. Nach seinem Weltrekord zeigte der Brasilianer einen Radschlag im Zielbereich – ein Moment voller Freude und Emotion, der weltweit für Schlagzeilen sorgte und zu einem der bekanntesten Bilder der Berliner Marathongeschichte wurde.
Im Ziel feierten Spitzenathleten und Hobbyläufer gemeinsam ihre Leistungen. Medaillen, Verpflegung und die besondere Atmosphäre rund um die Straße des 17. Juni machten den Jubiläumsmarathon zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Berlin-Marathon 1998 bestätigte eindrucksvoll seine Rolle als schnellste und prestigeträchtigste Marathonstrecke der damaligen Zeit.
Weitere interessante Fakten zum Berlin-Marathon 1998:
- 1998 war die 25. Austragung des Berlin-Marathons und damit ein besonderes Jubiläumsrennen.
• Ronaldo da Costas Weltrekord von 2:06:05 Stunden galt damals als Meilenstein des Marathonlaufs.
• Der Berlin-Marathon entwickelte sich Ende der 1990er-Jahre zunehmend zur bevorzugten Bühne für Weltrekorde.
• Über 100 Nationen waren vertreten – ein deutliches Zeichen für die internationale Bedeutung des Rennens.
• Die flache Berliner Strecke und die professionelle Organisation machten die Veranstaltung besonders attraktiv für Spitzenläufer und ambitionierte Freizeitathleten.
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