- Ausgabe: 24
- Jahr: 1997
- Disziplin: Marathon
- Distanz: 42,195
- Land: Deutschland
- Stadt: Berlin
- Besitzer: Wilfried Köhnke
- Event URL: https://www.bmw-berlin-marathon.com/
Der 24. Berlin-Marathon am 28. September 1997 festigte endgültig den Ruf der Hauptstadt als eine der bedeutendsten Marathonmetropolen der Welt. Bei optimalem Herbstwetter und hervorragenden Laufbedingungen gingen erneut Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt an den Start. Rund 15.000 Finisher aus über 100 Nationen machten die Veranstaltung zu einem internationalen Sportereignis von besonderer Strahlkraft.
Die traditionsreiche Strecke führte erneut durch das Herz Berlins. Der Start erfolgte im Bereich des Reichstags, anschließend ging es über breite Magistralen und bekannte Berliner Straßen in Richtung Westen und durch den Grunewald, bevor das Rennen seinen emotionalen Höhepunkt rund um das Brandenburger Tor erreichte. Das Ziel auf der Straße des 17. Juni wurde von jubelnden Zuschauermassen gesäumt, die mit Musik, Transparenten und lautstarken Anfeuerungsrufen für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgten.
Sportlich stand der Berlin-Marathon 1997 ganz im Zeichen eines hochklassigen und dramatischen Männerwettbewerbs. Besonders die kenianischen Läufer bestimmten das Tempo auf Berlins schneller Strecke. In einem packenden Finale setzte sich Elijah Lagat hauchdünn gegen seinen Landsmann Eric Kimaiyo durch. Der Sieg wurde erst auf den letzten Metern entschieden und sorgte für große Spannung bis zur Ziellinie.
Auch das Frauenrennen bot internationale Klasse. Catherina McKiernan aus Irland feierte einen herausragenden Erfolg und gewann bei ihrem Marathon-Debüt in starken 2:23:44 Stunden. Damit setzte sie ein deutliches Ausrufezeichen und unterstrich ihre außergewöhnliche Ausdauerklasse.
Ergebnisse Marathon Männer (42,195 km)
1. Elijah Lagat (Kenia) – 2:07:41 Std.
2. Eric Kimaiyo (Kenia) – 2:07:43 Std.
3. Sammy Lelei (Kenia) – 2:08:00 Std.
Ergebnisse Marathon Frauen (42,195 km)
1. Catherina McKiernan (Irland) – 2:23:44 Std.
2. Madina Biktagirova (Russland) – 2:24:48 Std.
3. Marleen Renders (Belgien) – 2:26:18 Std.
Entlang der Strecke herrschte Volksfeststimmung. Musikgruppen, Trommler und enthusiastische Zuschauer verwandelten viele Abschnitte in lautstarke Fanmeilen. Besonders in Erinnerung blieb das dramatische Finish der Männer, bei dem die beiden führenden Kenianer lange gemeinsam unterwegs waren und sich gegenseitig zu Höchstleistungen antrieben. Der Zielsprint zwischen Elijah Lagat und Eric Kimaiyo zählt bis heute zu den spannendsten Finalentscheidungen der Berliner Marathongeschichte.
Im Zielbereich auf der Straße des 17. Juni feierten die Finisher ihren persönlichen Erfolg ausgelassen. Medaillen, Musik und die emotionale Atmosphäre sorgten dafür, dass viele Läufer noch lange nach dem Rennen zusammenblieben und ihre Erlebnisse austauschten. Der Berlin-Marathon 1997 zeigte eindrucksvoll, warum Berlin bereits in den 1990er-Jahren zu den schnellsten und beliebtesten Marathonstrecken der Welt gehörte.
Weitere interessante Fakten zum Berlin-Marathon 1997:
- Der Berlin-Marathon 1997 war die 24. Austragung der Veranstaltung.
• Rund 15.000 Finisher bestätigten die enorme internationale Popularität des Rennens.
• Das Männerpodium war komplett in kenianischer Hand – ein deutliches Zeichen der aufkommenden ostafrikanischen Dominanz im Marathonlauf.
• Siegerin Catherina McKiernan gewann bei ihrem Marathon-Debüt und gehörte später zu den erfolgreichsten europäischen Langstreckenläuferinnen ihrer Generation.
• Die flache Berliner Strecke galt bereits damals als besonders rekordfreundlich und zog zahlreiche Spitzenathleten an.
