- Ausgabe: 7
- Jahr: 2026
- Disziplin: Trail
- Distanz: 22
- Land: Schweden
- Stadt: Göteborg
- Besitzer: Andrea und Marcus Gaede
- Event URL: https://gbgtrailrun.se/
Am Samstag, 5. September 2026, stand Göteborg erneut ganz im Zeichen des Trailrunning. Beim Merrell Göteborg Trailrun 2026 trafen ambitionierte Trailathleten, erfahrene Läuferinnen und Läufer sowie zahlreiche Einsteiger auf anspruchsvollen Naturstrecken rund um den Kvibergs Park. Der Veranstalter bezeichnet den Wettbewerb als Göteborgs größtes Trailrennen. Gelaufen wurde auf fünf Hauptdistanzen über 8, 12, 22, 33 und 45 Kilometer. Ergänzt wurde das Programm durch die Nachwuchsläufe Trail Kids über 2 Kilometer und Trail Mini über 700 Meter.
Start und Ziel der meisten Wettbewerbe lagen im Kvibergs Park, einem ehemaligen Militärgelände am östlichen Rand Göteborgs. Von dort führten die Strecken unmittelbar in die Natur. Waldwege, schmale Trails, Felsplatten, Wurzeln, steile Anstiege und technische Passagen sorgten dafür, dass der Lauf mit klassischen Straßenrennen kaum vergleichbar war. Der Veranstalter beschreibt die Strecken als Mischung aus technisch anspruchsvollen und schnelleren Abschnitten.
Die längste Herausforderung war der 45-Kilometer-Trailmarathon. Mit etwa 1.100 Höhenmetern, einem Naturanteil von rund 95 Prozent und sieben Verpflegungsstationen verlangte die Strecke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl Ausdauer als auch technische Fähigkeiten ab. Die Route führte durch abwechslungsreiche Waldlandschaften und über felsige Abschnitte, bevor es wieder zurück Richtung Kviberg ging. Das Zeitlimit für die 45 Kilometer betrug neun Stunden.
Bei den Männern setzte sich auf der Königsdistanz Anton Gustafsson vom Team X-Bionic durch. Er benötigte 3:44:28 Stunden und gewann damit deutlich vor Simon Granlund und Charlie Bergström. Granlund erreichte das Ziel nach 4:23:18 Stunden, Bergström folgte in 4:45:38 Stunden.
Bei den Frauen gewann Åsa Sundin aus Kungsbacka in 5:25:03 Stunden. Zweite wurde Mia Edding in 5:32:16 Stunden, während Sofia Berggren mit 5:42:49 Stunden den dritten Platz belegte. Damit lagen die ersten drei Frauen innerhalb von weniger als 18 Minuten.
Eine besondere Herausforderung stellte auch die 33-Kilometer-Strecke dar. Mit rund 800 Höhenmetern, vier Verpflegungsstationen und einem Naturanteil von etwa 95 Prozent bot sie eine anspruchsvolle Alternative zum Marathon. Der Start erfolgte an der Angereds kyrka, von wo die Teilnehmer anschließend auf abwechslungsreichen Trails zurück Richtung Kviberg liefen. Für die 33 Kilometer galt ein Zeitlimit von acht Stunden.
Den Sieg über 33 Kilometer sicherte sich Ludvig Jonsson von Bellevue in 2:59:59 Stunden. Bei den Frauen war Johanna Gelfgren von Hoka in 3:02:42 Stunden die Schnellste. Besonders bemerkenswert: Gelfgren lag damit zeitlich nur knapp hinter dem schnellsten Mann.
Die 22 Kilometer bildeten die klassische Halbmarathon-Distanz des Göteborg Trailrun. Die Veranstalterangaben weisen für diese Strecke ebenfalls rund 800 Höhenmeter, fünf Verpflegungsstationen und einen Naturanteil von 95 Prozent aus. Die Route führte durch Wald, über Felsen und schmale Trails und verlangte gerade an den technischen Passagen eine gute Lauftechnik.
Bei den Männern gewann Molle Olson vom Team Nordic Trail in 1:44:15 Stunden. Auf den weiteren Plätzen folgten Johan Ivarsson von Hälle IF in 1:48:53 Stunden und Jawad Feizi, ebenfalls Hälle IF, in 2:01:12 Stunden. Bei den Frauen setzte sich Greta Halldén von Mölndals AIK/Craft durch. Sie benötigte 2:03:56 Stunden.
Über 12 Kilometer wurde das Trailangebot besonders für Läuferinnen und Läufer interessant, die eine kürzere, aber dennoch technisch anspruchsvolle Naturstrecke suchten. Den Sieg bei den Männern holte Arvid Skepp von Sävedalens AIK in 56:07 Minuten. Bei den Frauen war Amanda Lanetoft vom Sol Running Club in 1:08:27 Stunden erfolgreich.
Die kürzeste der fünf Hauptstrecken führte über 8 Kilometer. Sie richtete sich ausdrücklich auch an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die erstmals Trailrunning ausprobieren wollten. Bei den Männern gewann Linus Hultegård aus Västra Frölunda in 31:35 Minuten. Nur 15 Sekunden dahinter folgte Ludwig Rosén. Bei den Frauen setzte sich Ann Henrikson aus Lerum in 49:57 Minuten durch.
Damit bot der Göteborg Trailrun 2026 ein ungewöhnlich breites Leistungsspektrum. Vom 8-Kilometer-Einstieg bis zum 45-Kilometer-Trailmarathon konnten die Teilnehmer ihre persönliche Herausforderung auswählen. Hinzu kamen mit Trail Kids über 2 Kilometer und Trail Mini über 700 Meter zwei Wettbewerbe für den Nachwuchs.
Auch organisatorisch war das Konzept auf unterschiedliche Leistungsgruppen ausgerichtet. Die Läuferinnen und Läufer wurden bei mehreren Distanzen in Startgruppen eingeteilt. Über 22 Kilometer betrug das Zeitlimit fünf Stunden, über 33 Kilometer acht Stunden und beim Trailmarathon neun Stunden. Damit blieb auch weniger erfahrenen Teilnehmern ausreichend Zeit, die anspruchsvollen Strecken zu bewältigen.
Besonders charakteristisch für den Göteborg Trailrun ist die Verbindung von städtischer Nähe und echter Natur. Die Veranstaltung liegt mitten im Großraum Göteborg, führt die Teilnehmer aber schon kurz nach dem Start auf schmale Waldpfade und felsige Höhenzüge. Genau diese Kombination beschreibt der Veranstalter als Trailrunning „nahe der Stadt“ und gleichzeitig als echtes Naturabenteuer.
Nach dem Zieleinlauf wartete der traditionelle After Run auf die Finisher. Alle Teilnehmer, die ihre Strecke erfolgreich beendeten, erhielten eine besondere Finisher-Medaille. Das Modell 2026 war aus Holz gefertigt, griff thematisch das in Göteborg allgegenwärtige Verkehrsmittel Straßenbahn auf und war gleichzeitig als Flaschenöffner verwendbar. Zusätzlich gab es für die Teilnehmer eine vegetarische Wrap-Mahlzeit und ein alkoholfreies Erdinger als Finishergetränk.
Die Veranstaltung verband damit sportliche Herausforderung und geselliges Miteinander. Nach den teilweise sehr technischen und körperlich fordernden Strecken konnten sich die Finisher im Zielbereich austauschen, gemeinsam essen und ihre Erlebnisse auf den Trails Revue passieren lassen. Auch Zuschauer, Freunde und Familien waren im Start- und Zielbereich willkommen.
Der Merrell Göteborg Trailrun 2026 zeigte damit eindrucksvoll, warum sich Trailrunning auch mitten in einer Großstadtregion zu einem besonderen Sporterlebnis entwickeln kann. Fünf Hauptdistanzen, zwei Nachwuchsläufe, rund 95 Prozent Naturanteil auf den längeren Strecken und anspruchsvolle Höhenmeter sorgten für ein abwechslungsreiches Rennprogramm.
Sportlich herausragend waren insbesondere Anton Gustafsson mit seinem Sieg über 45 Kilometer in 3:44:28 Stunden, Ludvig Jonsson über 33 Kilometer in 2:59:59 Stunden und Molle Olson über 22 Kilometer in 1:44:15 Stunden. Bei den Frauen überzeugten unter anderem Åsa Sundin über 45 Kilometer in 5:25:03 Stunden, Johanna Gelfgren über 33 Kilometer in 3:02:42 Stunden und Greta Halldén über 22 Kilometer in 2:03:56 Stunden.
Vom kurzen Einsteigertrail bis zum 45-Kilometer-Marathon war der Göteborg Trailrun 2026 damit ein echtes Trailfestival für unterschiedliche Leistungsstufen. Die Mischung aus Fels, Wald, Höhenmetern, technischen Passagen und der Nähe zur schwedischen Großstadt machte den Wettkampf erneut zu einem besonderen Erlebnis für alle, die Trailrunning nicht nur als Wettkampf, sondern auch als Abenteuer in der Natur verstehen.
8 zusätzliche Informationen zum Merrell Göteborg Trailrun 2026
- Sieben Wettbewerbe: Neben den fünf Hauptdistanzen über 8, 12, 22, 33 und 45 Kilometer gab es Trail Kids über 2 Kilometer und Trail Mini über 700 Meter.
- 45 Kilometer als Königsdistanz: Der Trailmarathon hatte rund 1.100 Höhenmeter, sieben Verpflegungsstationen und ein Zeitlimit von neun Stunden. Etwa 95 Prozent der Strecke verlaufen in der Natur.
- 33 Kilometer mit besonderem Start: Die 33-Kilometer-Strecke startete nicht im Kvibergs Park, sondern an der Angereds kyrka. Die Teilnehmer wurden dafür gemeinsam vom Veranstaltungszentrum mit einem Bus zum Start gebracht.
- 22 Kilometer mit 800 Höhenmetern: Die als Halbmarathon bezeichnete Strecke ist deutlich anspruchsvoller als ein klassischer Straßen-Halbmarathon. Sie weist rund 800 Höhenmeter auf und führt zu etwa 95 Prozent durch natürliche Umgebung.
- Technischer Charakter: Die Veranstalter beschreiben die Strecken als Mischung aus schmalen Trails, Waldwegen und Berg- beziehungsweise Felsabschnitten. Auf schnelle Passagen folgen immer wieder technische Stellen und Anstiege.
- Besondere Medaille 2026: Die Finisher-Medaille war eine Holzmedaille im Straßenbahn-Design und gleichzeitig als Flaschenöffner verwendbar. Damit griff der Veranstalter ein typisch göteborgisches Motiv auf.
- After Run für alle: Nach dem Zieleinlauf gab es vegetarische Wraps aus der Küche der Trailköche und ein alkoholfreies Erdinger. Auch Zuschauer und Supporter wurden mit einem alkoholfreien Getränk willkommen geheißen.
- Einsteiger ausdrücklich willkommen: Der Veranstalter positioniert den Lauf bewusst nicht nur für erfahrene Trailrunner. Besonders die 8-Kilometer-Distanz wird als Möglichkeit beschrieben, Trailrunning erstmals auszuprobieren, während die längeren Strecken bis zum 45-Kilometer-Trailmarathon auch erfahrene Ausdauerläufer ansprechen.
