Am 22. April 2007 wurde das Gelände des zukünftigen Flughafens Berlin Brandenburg in Schönefeld zu einer außergewöhnlichen Laufarena. Beim AirportRun Berlin 2007 gingen rund 3.000 Läuferinnen und Läufer an den Start und erlebten ein Rennen der besonderen Art. Statt durch Parks oder Innenstädte führte die Strecke über frisch asphaltierte Rollbahnen, vorbei an Baustellen, Kränen und den ersten Bereichen des späteren BER Terminals.
Schon vor dem Start herrschte eine neugierige und zugleich ausgelassene Stimmung. Viele Teilnehmer waren fasziniert von der seltenen Gelegenheit, auf einer echten Flughafen Startbahn laufen zu dürfen. Das Wetter präsentierte sich frühlingshaft mild und sorgte für gute Bedingungen auf den offenen und windanfälligen Streckenabschnitten.
Angeboten wurden mehrere Wettbewerbe, darunter der Halbmarathon über 21,1 Kilometer, kürzere Volksläufe sowie Nachwuchsrennen. Besonders der Halbmarathon lockte zahlreiche ambitionierte Läufer an, da die flache Strecke auf dem Flughafengelände schnelle Zeiten versprach.
Den Sieg über die Halbmarathondistanz sicherte sich André Pollmächer aus Chemnitz in starken 1:05:54 Stunden. Platz zwei belegte Stefan Hubert aus Potsdam. Bei den Frauen dominierte Claudia Dreher vom SC Magdeburg, die in hervorragenden 1:15:33 Stunden gewann und damit ein deutliches sportliches Ausrufezeichen setzte.
Für einen besonders humorvollen Moment sorgte der Start selbst. Eigentlich sollte eine große Sirene das Rennen eröffnen, doch ausgerechnet kurz vor dem Beginn versagte die Technik. Kurzerhand improvisierte der Streckensprecher und rief laut durchs Megafon: „Los jetzt!“ Unter großem Gelächter und Applaus setzte sich das Läuferfeld schließlich doch in Bewegung.
Die außergewöhnliche Kulisse machte den AirportRun zu einem einzigartigen Erlebnis. Während des Rennens liefen die Teilnehmer vorbei an Baustellenfahrzeugen, zukünftigen Terminalbereichen und langen Rollbahnen, die damals noch völlig frei zugänglich waren. Viele Läufer beschrieben später das Gefühl, „durch die Zukunft Berlins“ gelaufen zu sein.
Auch die Zuschauer sorgten entlang der Strecke für gute Stimmung. Vor allem Anwohner aus Schönefeld und Blankenfelde feuerten die Teilnehmer lautstark an und verwandelten das Baustellengelände in ein kleines Sportfestival.
Nach dem Zieleinlauf erhielten alle Finisher ein besonderes Erinnerungs T Shirt mit dem humorvollen Aufdruck: „Ich bin schon über den BER gelaufen – bevor er fertig war.“ Der Spruch entwickelte sich schnell zu einem beliebten Gesprächsthema und wurde rückblickend fast schon legendär.
Weitere interessante Informationen zum AirportRun Berlin 2007:
- Der Lauf fand auf Teilen des damals noch im Bau befindlichen Flughafens BER statt.
- Die flache Strecke auf den Rollbahnen ermöglichte sehr schnelle Laufzeiten.
- Viele Teilnehmer nutzten die seltene Gelegenheit für Fotos direkt auf der Startbahn.
- Neben dem Halbmarathon gab es auch kürzere Volksläufe und Nachwuchswettbewerbe.
- Der AirportRun entwickelte sich schnell zu einem Kultlauf in der Berliner Laufszene.
Der AirportRun Berlin 2007 blieb vielen Läuferinnen und Läufern als außergewöhnliches und humorvolles Sportereignis in Erinnerung. Die Kombination aus schneller Strecke, ungewöhnlicher Kulisse und entspannter Atmosphäre machte den Lauf zu einem ganz besonderen Kapitel der Berliner Laufgeschichte.
