- Ausgabe: 3
- Jahr: 2019
- Disziplin: Triathlon
- Distanz: Ironman
- Land: Deutschland
- Stadt: Hamburg
- Besitzer: Dr. Dominik Kozanda
- Event URL: https://www.ironman.com/races/im-hamburg/results
Der Ironman Hamburg 2019 – die 23. Auflage des urbanen Voll-Ironmans – verwandelte die Hansestadt am 15. Juni in eine internationale Triathlon-Bühne. Über 3.500 Athletinnen und Athleten aus mehr als 70 Nationen gingen bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 28 °C an den Start. Beste Bedingungen, tausende Fans und echtes Großstadt-Flair machten das Rennen zu einem Sommer-Highlight an der Elbe.
Den Auftakt bildete die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke im Hamburger Hafenbecken. Bei Flut bot sich ein spektakuläres Bild, als das Profifeld ins Wasser sprang. Der Deutsche Jan Frodeno gehörte zu den Schnellsten und verließ als einer der Führenden das Wasser. Entlang der St. Pauli Landungsbrücken sorgten begeisterte Zuschauer für Gänsehautstimmung. Ein epischer Start in einen langen Renntag.
Die flache, aber windanfällige 180-Kilometer-Radstrecke führte dreimal durch den Hamburger Speckgürtel und die weiten Elbniederungen. Gegenwindpassagen verlangten selbst den Top-Athleten alles ab. Immer wieder boten sich beeindruckende Ausblicke auf die Skyline mit der markanten Elbphilharmonie – ein zusätzlicher Motivationsschub auf dem Weg zurück in die Stadt.
Der Marathon führte anschließend dreimal rund um die Außenalster. Zehntausende Fans säumten die Strecke, feuerten lautstark an und verwandelten die Laufpassagen in eine einzige Partymeile. Fischbrötchen in der Hand, Musik aus den Lautsprechern und die Nachmittagshitze machten jede Verpflegungsstation zu einer willkommenen Oase. Die Atmosphäre: laut, herzlich und mitreißend.
Für eine besondere Szene sorgte ein australischer Age-Grouper aus Sydney: Nach einem Radkettenriss breitete er lachend die Arme aus und rief: „Das ist mein erster deutscher Fischmarkt-Tanz!“ Mit spontaner Hilfe von Zuschauern wurde die Kette repariert – unter großem Gelächter. Später lief er unter High-Fives ins Ziel und wurde zum heimlichen Helden des Tages. Ein Moment, der den Gemeinschaftsgeist des Ironman eindrucksvoll zeigte.
Sportlich setzte Jan Frodeno mit 7:52:39 Stunden ein Ausrufezeichen und gewann vor Patrick Lange. Bei den Frauen triumphierte Anne Haug in 8:43 Stunden vor Sarah Crowley. Trotz der Hitze erreichten über 3.000 Athletinnen und Athleten das Ziel, zahlreiche Age-Grouper mit starken Zeiten zwischen neun und zehn Stunden.
Der Ironman Hamburg 2019 unterstrich eindrucksvoll den Ruf der Stadt als Triathlon-Metropole mit Weltklasse-Organisation, Hafenparty und einzigartigem Großstadt-Charme – ein sportliches Sommerfest, das lange in Erinnerung bleibt.
