- Ausgabe: 35
- Jahr: 2026
- Disziplin: 5km
- Distanz: 5
- Land: Deutschland
- Stadt: Berlin
- Besitzer: Petra Klemmer
- Event URL: https://www.berlin-citynight.de/
Am Samstag, 1. August 2026, verwandelte sich der Kurfürstendamm rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erneut in eine leuchtende Sportarena. Bei der adidas Runners City Night Berlin 2026 trafen Spitzen- und Breitensport auf die besondere Atmosphäre der Berliner City West. Mehr als 16.350 Läuferinnen, Läufer und Skater machten die Veranstaltung zu einem der größten und stimmungsvollsten Sommer-Sportevents der Hauptstadt.
Den sportlichen Abend eröffneten um 18:00 Uhr rund 420 Inlineskaterinnen und Inlineskater auf der zehn Kilometer langen Strecke. Eine Stunde später folgte der 5-Kilometer-Lauf mit knapp 4.400 Teilnehmenden, bevor um 20:00 Uhr das mit mehr als 11.600 Aktiven größte Feld der Veranstaltung über zehn Kilometer auf die Strecke ging.
Beim 10-Kilometer-Inlineskating setzte sich erneut Alexander Bastidas vom SRC Berlin/IKKBB Pure Racing Team durch. Mit 15:16 Minuten feierte der Vorjahressieger bereits seinen achten Erfolg bei der adidas Runners City Night. Bei den Frauen gewann Josie Hofmann vom Team Powerslide Vesmaco in 16:27 Minuten. Sie blieb damit nur knapp über ihrem eigenen Streckenrekord von 16:06 Minuten aus dem Jahr 2022.
Bei den Männern komplettierten Tobias Hecht und Guido Hegener das Skating-Podium. In der Frauenwertung folgten Lilly Weidener und Leni Hoffmann. Eine besondere sportliche Randnotiz: Josie Hofmann und Alexander Bastidas traten nach ihrem Skating-Wettbewerb anschließend auch noch im 10-Kilometer-Lauf an.
Über fünf Kilometer entwickelte sich ebenfalls ein schnelles Rennen. Bei den Männern gewann Elias Kolar von der LG Telis Finanz Regensburg in 14:25 Minuten. Nur vier Sekunden später folgte Felix Hüttig vom LAC Olympia 88 Berlin in 14:29 Minuten. Kevin Eisermann belegte mit 14:42 Minuten Rang drei. Die offiziellen World-Athletics-Ergebnisse bestätigen diese Zeiten.
Bei den Frauen setzte sich Anne Gebauer vom Berlin Track Club in 16:46 Minuten durch. Basmala Iraqi wurde in 16:50 Minuten Zweite, Luisa Mlinzk von der LG Telis Finanz Regensburg erreichte in 16:56 Minuten den dritten Platz. Damit lagen die drei schnellsten Läuferinnen innerhalb von lediglich zehn Sekunden.
Der absolute Höhepunkt des Abends folgte um 20:00 Uhr mit dem 10-Kilometer-Hauptrennen. Das Rennen wurde zu einer spektakulären Demonstration des hohen sportlichen Niveaus der City Night. Der Äthiopier Kifle Kefyalew vom SV Fun-Ball Dortelweil lief in 28:03 Minuten zum Sieg und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf.
Kefyalew verbesserte die erst 2025 von Hendrik Pfeiffer aufgestellte Bestmarke von 28:27 Minuten um 24 Sekunden. Damit rückte die bisher kaum vorstellbare Marke von 28 Minuten auf dem schnellen Berliner City-Night-Kurs unmittelbar in Reichweite. Hinter Kefyalew belegten Aaron Bienenfeld von Düsseldorf Athletics in 28:29 Minuten und der Brite Jake Smith in 28:31 Minuten die Plätze zwei und drei.
Auch das Frauenrennen über zehn Kilometer bot Spitzenleistungen. Esther Pfeiffer von Düsseldorf Athletics gewann in 31:20 Minuten und setzte sich deutlich gegen die Konkurrenz durch. Fabienne Königstein wurde mit 31:57 Minuten Zweite, Anna Langerwisch folgte in 32:17 Minuten auf Rang drei. Die Ergebnisse sind auch in den offiziellen World-Athletics-Daten dokumentiert.
Für Esther Pfeiffer war der Sieg zugleich eine eindrucksvolle Bestätigung ihrer Entwicklung. Im Vorjahr hatte sie die City Night noch in 31:39 Minuten als Dritte beendet. 2026 gelang ihr nun der Sprung ganz nach oben auf das Podium.
Neben den Spitzenleistungen prägte vor allem die besondere Atmosphäre des Nachtlaufs das Geschehen. Der weitgehend verkehrsfreie Kurfürstendamm wurde zur Bühne für Läuferinnen, Läufer und Skater. Musik, Livebands, Cheering Zones und zahlreiche Zuschauer sorgten für eine Mischung aus Wettkampf und Berliner Sommerparty. Besonders der Zieleinlauf unter dem beleuchteten Zieltor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört zu den charakteristischen Momenten der Veranstaltung.
Auch die Strecken selbst tragen zum besonderen Charakter der City Night bei. Der 5-Kilometer-Lauf führt weitgehend gerade über den Kurfürstendamm und besitzt einen einzigen Wendepunkt. Dadurch eignet er sich besonders für schnelle Zeiten und persönliche Bestleistungen. Die 10-Kilometer-Strecke führt dagegen über einen größeren, sternförmigen Parcours durch die City West und passiert mehrfach die stark besuchte adidas Cheering Zone.
Ein weiterer Bestandteil der Veranstaltung war das soziale Engagement. Im Rahmen einer Spendenaktion kamen mehr als 200 Paar Laufschuhe zusammen. Die Schuhe werden von der Berliner Stadtmission an Menschen weitergegeben, die sie dringend benötigen. Damit setzte die City Night neben dem sportlichen auch einen sozialen Akzent.
Für die Finisher gab es auch 2026 eine besondere Erinnerung an den Abend: Die City-Night-Medaille wurde im aktuellen Veranstaltungsdesign ausgegeben und passte mit ihrem auffälligen Look zum nächtlichen Charakter des Rennens. Der Veranstalter beschreibt die Medaille 2026 zudem als ein Design, das im Dunkeln leuchtet.
Die adidas Runners City Night Berlin 2026 war damit weit mehr als ein klassischer Straßenlauf. Mehr als 16.350 Teilnehmende, drei Wettbewerbe, ein neuer 10-Kilometer-Streckenrekord und die achte Skating-Bestleistung von Alexander Bastidas machten den Abend zu einem sportlichen Höhepunkt des Berliner Sommers. Der schnelle Asphalt, die beleuchtete City West, die Zuschauer und das umfangreiche Rahmenprogramm sorgten erneut für jene Mischung aus Leistungssport und Festivalstimmung, die die City Night zu einem besonderen Berliner Laufevent macht.
8 zusätzliche Informationen zur City Night 2026
- Neuer Teilnehmerrekord: Mit rund 16.400 Anmeldungen wurde bereits vor dem Veranstaltungstag ein neuer Rekord erwartet; der 10-Kilometer-Lauf war frühzeitig ausverkauft.
- Bestenlistenfähige Strecke: Die 5- und 10-Kilometer-Strecken sind offiziell vermessen und als bestenlistenfähig ausgewiesen.
- 10 Kilometer Inlineskating: Für die Skater galt ein Zeitlimit von 45 Minuten. Die Zeitmessung erfolgte per Transponder an der Startnummer.
- Doppelstart möglich: Besonders ambitionierte Sportler konnten 2026 zunächst 10 Kilometer Inlineskaten und anschließend 10 Kilometer laufen. Dieses außergewöhnliche Doppelprogramm wurde auch von den beiden Skating-Siegern genutzt.
- Internationale Besetzung: Neben deutschen Spitzenathleten standen beim 10-Kilometer-Rennen auch internationale Läufer wie Kifle Kefyalew aus Äthiopien und Jake Smith aus Großbritannien an der Startlinie.
- Extrem schnelles Männerpodium: Die ersten drei Männer blieben alle unter 28:32 Minuten. Besonders bemerkenswert war dabei, dass zwischen Platz zwei und drei lediglich zwei Sekunden lagen.
- Auch die Frauen liefen außergewöhnlich schnell: Die ersten drei Frauen über zehn Kilometer blieben allesamt unter 32:18 Minuten. Esther Pfeiffer gewann mit 31:20 Minuten vor Fabienne Königstein und Anna Langerwisch.
- Die City Night ist inzwischen ein echtes Sportfestival: Neben den drei Wettbewerben gehören Livebands, Cheering Zones, Hot Spots und Zuschauerbereiche fest zum Veranstaltungskonzept. Der Kurfürstendamm wird dabei für einige Stunden zur großen Sport- und Partymeile der City West.
