- Ausgabe: 44
- Jahr: 2017
- Disziplin: Marathon
- Distanz: 42,195
- Land: Deutschland
- Stadt: Berlin
- Besitzer: Wilfried Köhnke
- Event URL: https://www.bmw-berlin-marathon.com/
Der 44. Berlin-Marathon fand am 24. September 2017 bei herbstlichem Wetter und zeitweisem Nieselregen statt und bestätigte erneut seine Rolle als eines der bedeutendsten Marathonrennen der Welt. 39.101 Marathon-Finisher aus über 120 Nationen erreichten das Ziel und sorgten gemeinsam mit Hunderttausenden Zuschauern für ein internationales Lauf-Festival in der Hauptstadt.
Die traditionsreiche 42,195-Kilometer-Strecke führte erneut durch das Zentrum Berlins. Vom Start nahe der Siegessäule verlief die Route über breite Boulevards und vorbei an zahlreichen Wahrzeichen der Stadt. Ein besonderer Höhepunkt blieb der Durchlauf durch das Brandenburger Tor, ehe die Läuferinnen und Läufer auf der Straße des 17. Juni den Zielbereich erreichten. Trotz des wechselhaften Wetters herrschte entlang der Strecke ausgelassene Stimmung mit Musikgruppen, Trommlern und lautstarker Unterstützung.
Der Berlin-Marathon 2017 entwickelte sich zu einem der spannendsten Elite-Rennen der Berliner Geschichte. Im Fokus stand Olympiasieger Eliud Kipchoge, der als Favorit an den Start ging. Doch überraschend bekam er starke Konkurrenz vom äthiopischen Debütanten Guye Adola, der bei seinem ersten Marathon ein außergewöhnliches Rennen zeigte.
Lange liefen beide gemeinsam an der Spitze. Besonders dramatisch wurde es auf den letzten Kilometern, als Adola kurzzeitig attackierte und Kipchoge unter Druck setzte. Der Kenianer behielt jedoch die Ruhe, erhöhte nochmals das Tempo und setzte sich in der Schlussphase entscheidend ab.
Ergebnisse Marathon Männer (42,195 km)
1. Eliud Kipchoge (Kenia) – 2:03:32 Std.
2. Guye Adola (Äthiopien) – 2:03:46 Std.
3. Mosinet Geremew (Äthiopien) – 2:06:09 Std.
Eliud Kipchoge gewann mit 2:03:32 Stunden und erzielte die Weltjahresbestzeit 2017. Besonders bemerkenswert war die Leistung von Guye Adola, der bei seinem Marathon-Debüt direkt eine Weltklassezeit lief und lange sogar wie der mögliche Sieger aussah.
Auch das Frauenrennen bot außergewöhnliche Qualität und gehörte zu den schnellsten der Saison. Gladys Cherono aus Kenia setzte sich in einem engen Wettbewerb durch.
Ergebnisse Marathon Frauen (42,195 km)
1. Gladys Cherono (Kenia) – 2:20:23 Std.
2. Ruti Aga (Äthiopien) – 2:20:41 Std.
3. Valary Aiyabei (Kenia) – 2:20:53 Std.
Das Frauenrennen war außergewöhnlich eng: Zwischen Platz eins und Platz drei lagen lediglich 30 Sekunden – ein Beleg für die hohe Leistungsdichte der internationalen Spitze.
Im Zielbereich auf der Straße des 17. Juni wurde trotz des Regens ausgelassen gefeiert. Finisher aus aller Welt genossen ihren persönlichen Erfolg und die besondere Atmosphäre eines Rennens, das sowohl bei der Elite als auch im Breitensport für Begeisterung sorgte.
Der Berlin-Marathon 2017 überzeugte weniger durch einen Weltrekord als durch seine enorme Spannung und sportliche Dramatik und festigte damit erneut Berlins Ruf als eine der schnellsten und prestigeträchtigsten Marathonstrecken der Welt.
Weitere interessante Fakten zum Berlin-Marathon 2017:
- 39.101 Marathonläufer erreichten das Ziel und sorgten für eines der größten Finisherfelder weltweit.
• Guye Adolas Zeit von 2:03:46 Stunden gehörte zu den schnellsten Marathon-Debüts der Geschichte.
• Eliud Kipchoge blieb damit auch in Berlin weiter ungeschlagen.
• Der Berlin-Marathon war erneut Teil der World Marathon Majors und zog die internationale Weltelite an.
• Neben dem Marathon gehörten Inline-Skating, Bambini- und Nachwuchsrennen traditionell zum Marathon-Wochenende.
