- Ausgabe: 6
- Jahr: 2013
- Disziplin: Halbmarathon
- Distanz: 21,097
- Land: Deutschland
- Stadt: Stralsund
- Besitzer: Thomas Klemmer
- Event URL: https://www.ruegenmarathon.de/
Der Rügenbrückenlauf in Stralsund am 20. Oktober 2013 fand bei typisch herbstlich-rauen Bedingungen statt und zog rund 900 Läuferinnen und Läufer an. Die Strecken über 5 bis 21,1 Kilometer führten über die Rügenbrücke und die Eisenbahnbrücke und boten eindrucksvolle Ausblicke auf die stürmische Ostsee und neblig verhüllte Kreidefelsen. Die Kombination aus Wind, Weite und nordischer Landschaft machte den Lauf zu einer besonderen Herausforderung mit unverwechselbarem Charakter.
Bereits der Start am Stralsunder Hafen war von Energie geprägt. Trotz kühler Böen und fallender Blätter lag spürbarer Tatendrang in der Luft. Entlang der Strecke unterstützten zahlreiche Zuschauer die Teilnehmenden – ausgestattet mit Schals, Thermoskannen und viel Begeisterung. Die herzliche und wetterfeste Unterstützung verlieh dem Event eine besondere Atmosphäre.
Sportlich überzeugten vor allem regionale Athletinnen und Athleten. Im Halbmarathon der Männer setzte sich Hendrik Petersen aus Stralsund in 1:21 Stunden durch. Bei den Frauen gewann Lena Martens souverän in 1:35 Stunden, trotz spürbarem Gegenwind. Auch im 10-km-Lauf dominierten lokale Läufer, während viele Hobbyathleten die Veranstaltung als stimmungsvollen Saisonabschluss nutzten. Die starken Leistungen unter schwierigen Bedingungen unterstreichen die Qualität des Teilnehmerfeldes.
Für einen heiteren Moment sorgte eine kuriose Szene auf der Brücke: Ein Läufer verlor im Sturm seinen Schal, der kurz darauf von einer Möwe wieder „zurückgebracht“ wurde – sie ließ ihn direkt vor seine Füße fallen. Lachend nahm er ihn auf und startete motiviert in den Endspurt. Diese Anekdote sorgte für viele Schmunzler entlang der Strecke.
Auch die Verpflegung war auf die Witterung abgestimmt. Heiße Suppe und Matjesbrötchen lieferten neue Energie und halfen gegen die Kälte. Im Zielbereich warteten Medaillen, wärmende Feuerstellen und herzliche Umarmungen auf die Finisher. Die gelungene Organisation rundete das Erlebnis stimmungsvoll ab.
Ergänzend ist hervorzuheben, dass der Rügenbrückenlauf eine der wenigen Gelegenheiten bietet, die Rügenbrücke komplett autofrei zu erleben – ein echtes Highlight für alle Teilnehmenden. Zudem gilt die Strecke durch ihre Höhenmeter und die exponierte Lage als windanfällig und damit besonders anspruchsvoll. Darüber hinaus hat sich die Veranstaltung über die Jahre zu einem festen Termin im norddeutschen Laufkalender entwickelt und verbindet sportlichen Ehrgeiz mit maritimem Flair.
